Das Schopflocher Moor auf der schwäbischen Alb stellt ist Inhalt des ersten Beitrags einer geplanten Serie von Beiträgen die sich mit kleineren Streifzügen durch die Natur beschäftigen. Dabei wird es weniger darum gehen ein ganz bestimmtes Foto zu machen, sondern viel mehr darum draußen unterwegs zu sein, die Eindrücke festzuhalten und den Blick auf die manchmal so einfach zu übersehenden kleinen Dinge zu schärfen. Noch eine Information vorneweg. Alle Bilder in diesem Beitrag sind mit dem Nikon 200-500 f5,6 VR an der D7200 entstanden.

Die einzigartige Naturlandschaft des Schopflocher Moores liegt nur etwa eine halbe Stunde Autofahrt entfernt – trotzdem war ich seit Jahren nicht mehr hier! Eigentlich komisch wenn man bedenkt welche Strecken man sonst für weniger schöne Dinge im Auto zurücklegt. Unter der Woche am Abend ist auch sonst keiner mehr unterwegs und so liegt diese verträumte Landschaft menschenleer vor mir. Die Fläche ist zwar relativ klein, trotzdem kommen hier seltene und zum Teil vom aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen vor. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen öfters wieder zu kommen um mehr über diesen Landschaftstypus, die hier lebenden Tiere und Pflanzen zu erfahren. So vermitteln die Bilder von diesem ersten Ausflug eher eine Stimmung, einen Eindruck dieses schönen Ortes. In weiteren Besuchen kann ich mir gut vorstellen Bilder zu einem vorher definierten Thema zu machen, beispielsweise dem Torfabbau, ein Porträt des Baumfalken oder ähnliches. Doch nun zu den entstandenen Bildern, viel Spaß beim durchschauen und hoffentlich macht es Lust einfach mal selber wieder mit der Kamera los zu ziehen. 

Das Hochmoor wird von einem hölzernen Steg durchzogen, auf dem man sich halten sollte. Die empfindliche Flora und Fauna muss geschont werden! Etwa in der Mitte der Moorfläche befindet sich ein kleines Wäldchen, welches vorallem aus Birken und Kiefern besteht – aber auch ein paar Eschen, Pappeln und Weiden mischen sich darunter. 

Von diesem Steg aus gibt es immer wieder Ausblicke auf die umgebenden Wiesen in denen immer wieder einzelne Baumgruppen stehen. Diese Bäume versinnbildlichen das Nebeneinander von Zerfall und Neubeginn, Teile sind abgestorben und bieten durch ihre Höhlungen Schutz für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere. Andere Teile des Baumes schlagen neu aus und stehen mit ihrem frischen Grün in tollem Kontrast zur Wiese.

Leider hatte ich mit spektakulären Tiersichtungen kein Glück, damit ist bei einem so spontanen Ausflug aber auch nicht zu rechnen! Ein paar Vertreter der örtlichen Tierwelt ließen sich jedoch trotzdem blicken.

Kleiner Fuchs. Diesen Schmetterling kann man recht häufig beobachten, trotzdem ein schöner Anblick!

Weit entfernt spielte sich dann noch ein spektakulärer Luftkampf zwischen einer Krähe und einem Rotmilan ab. Flugtechnisch war deutlich zu sehen wie elegant der Rotmilan den Attacken der Krähe auswich und wie überlegen er in der Luft war.

Beinahe grenzenlos schein das Spektrum der verschiedenen Pflanzenzusammensetzungen zu sein. Wogende Ähren, bunten Blumen, Blütenstauden und Farnen am Waldrand sogar ein kleiner Röhricht – Dickicht an einem kleinen See!

Irgendwann war es dann wirklich zu dunkel um weiter zu fotografieren, sonst hätte ich mich noch stunden hier aufhalten können. Fest steht ich werde wiederkommen! Dieses Kleinod bietet definitiv noch vieles zu Entdecken.